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Antwort auf die Anfrage der Fraktion Die Linke Konzept Prozessschutzflächen

14/0768-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 05.10.2022 · Betriebsausschuss RVR Ruhr Grün

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Die Antwort auf die Fraktionsanfrage der Fraktion Die Linke zum Konzept der Prozessschutzflächen erläutert den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Begleitung und der Flächenverwaltung durch RVR Ruhr Grün. Ein spezifisches langfristiges Monitoring-Konzept für diese Flächen existiert derzeit nicht, jedoch sind Teile des Netzwerks der Naturwaldzellen des Landesbetriebs Wald und Holz im Bereich des RVR vertreten. Die Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung von Waldstruktur, Bodenvegetation sowie Biodiversität, wobei zunehmend Fernerkundungsdaten zur effizienten Datenerhebung genutzt werden.

Der Prozessschutzflächen-Atlas ist zur besseren Orientierung in 53 Seiten unterteilt. Insgesamt umfasst die Fläche der identifizierten Potenziale rund 995 Hektar, verteilt auf verschiedene Forstbezirke. Die größten Flächen finden sich im Revier Kirchheller Heide mit etwa 227 Hektar und im Revier Ost mit circa 163 Hektar.

Hinsichtlich des Totholzkonzepts wird ausgeführt, dass dieses auf alle Waldflächen von RVR Ruhr Grün Anwendung findet. Es umfasst den Schutz von Höhlen- und Horstbäumen sowie die Sicherung von Bäumen in Beständen ab 120 Jahren mit einer Zielsetzung von zehn geschützten Bäumen pro Hektar. Im Gegensatz zur naturnahen Bewirtschaftung sieht der Prozessschutz die dauerhafte Einstellung jeglicher forstlicher Nutzung auf den gesamten Flächen ein, um natürliche Entwicklungsphasen und Ökosystemdienstleistungen zu fördern. Auswirkungen auf die Betriebswirtschaft der Reviere werden in einer separaten Vorlage behandelt.

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