Antwort auf die Anfrage der SPD im Ruhrparlament: Ausweisung von Prozessschutzflächen auf RVR-Flächen
14/0405-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 08.02.2022 · Betriebsausschuss RVR Ruhr Grün
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RVR Ruhr Grün hat auf eine Anfrage der SPD-Fraktion zur Ausweisung von Prozessschutzflächen auf RVR-Flächen geantwortet. Im Rahmen einer Potenzialflächenanalyse wurden Kriterien wie gesetzlich geschützte Biotope, Laubholzbestände mit hoher Altersstufe sowie bestimmte Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie angewandt. Die bisher ausgewählten Flächen machen weniger als 10 Prozent der Eigentumsflächen des Regionalverbands aus. Eine Abstimmung mit den zuständigen Umweltstellen zur Erstellung eines gemeinsamen Konzepts ist geplant.
Für die zukünftige Waldentwicklung wird ein Waldbaukonzept finalisiert, das auf eine naturnahe Bewirtschaftung und die Förderung von Klimaresilienz setzt. Schwerpunkte liegen dabei auf der Entwicklung von Mischbeständen, der Nutzung von Naturverjüngung sowie der Schaffung von Strukturvielfalt durch den Erhalt von Totholz und Habitatbäumen. Zudem sollen waldangepasste Forsttechniken eingesetzt werden, um die Bodenpflege zu unterstützen.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen wird die Umsetzung von Prozessschutzflächen über Ökokonten als zielführend betrachtet. Dies soll es ermöglichen, Kosten für den Nutzungsverzicht durch Einnahmen aus dem Ökologischen Bodenfonds abzufedern und gleichzeitig ökologische Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur bereitzustellen. Eine Garantie für den Absatz der daraus resultierenden Ökopunkte besteht jedoch nicht.
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