Antwort auf die Anfrage der Fraktion Die Linke Anfrage zum Tagesordnungspunkt 6 Bericht zur Prozessschutztagung und Ausblick der Sitzung des BA RG vom 19.11.2021
14/0495-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 08.02.2022 · Betriebsausschuss RVR Ruhr Grün
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In der Antwort auf die Fraktionsanfrage der Partei Die Linke erläutert der Regionalverband Ruhr (RVR) die Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Prozessschutzflächen in den Forstbetriebsbezirken von RVR Ruhr Grün. Grundlage für die Identifizierung potenzieller Flächen war eine Analyse, die ökologische Merkmale wie gesetzlich geschützte Biotope, bestimmte Laubholzbestände ab einem Alter von 100 Jahren sowie FFH-Lebensraumtypen und Sonderstandorte wie Industriewälder berücksichtigt. Die Ergebnisse sollen in einem nächsten Schritt mit den zuständigen Umweltbehörden abgestimmt werden, um ein gemeinsames Konzept für die Gremien vorzulegen.
Bei der Verteilung der Flächen wurden Bereiche, für die der RVR eine Verkehrssicherungspflicht trägt, weitgehend ausgeklammert, wobei Waldwege als Teil der Prozessschutzflächen verbleiben können. Das allgemeine Betretungsrecht des Waldes bleibt hiervon unberührt, sofern keine Einschränkungen durch Naturschutz- oder FFH-Gebiete vorliegen, in denen das Verlassen der Wege untersagt ist.
Ein langfristiges Monitoring-Konzept für die waldökologischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte existiert derzeit noch nicht. Die Bejagung von Reh-, Rot- und Niederwild auf den ausgewählten Flächen wird weiterhin regulär durchgeführt. Eine Entnahme von Bäumen erfolgt grundsätzlich nicht, es sei denn, es besteht eine Notwendigkeit zur Verkehrssicherung bei Gefahr im Verzug; in solchen Fällen verbleibt das Holz im Wald.
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