Antwort auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Abwanderung von Hochschulabsolvent*innen aus der Metropole Ruhr
14/0616-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 09.06.2022
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▶ KI-Zusammenfassung
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Abwanderung von Hochschulabsolventen aus der Metropole Ruhr reagiert. Um die Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeitsort zu stärken, plant die Abteilung für Wirtschaft und Beteiligungen (BMR) eine Studie zu den Bindungsfaktoren von Studierenden und Berufseinsteigern, deren Ergebnisse Ende 2022 erwartet werden. Parallel dazu setzt die Standortmarketingkampagne „Metropole Ruhr – Stadt der Städte“ auf eine Imageverbesserung bei Fachkräften und Studierenden durch die Bewerbung von Karrierechancen, Kulturangeboten und Wohnraum.
Hinsichtlich der Datenlage verwies die Antwort auf eine IAI-Studie aus dem Jahr 2015, wonach die Annahme einer überproportionalen Abwanderung nicht bestätigt wurde. Zwar verbleiben viele Absolventen wohnhaft in der Region, jedoch zeigt die sogenannte „Brain-Flow-Bilanz“ beim Arbeitsort einen Rückgang von 5 %. Besonders häufig verlassen Absolventen der Ingenieurwissenschaften sowie der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Region nach dem Studium. Die geplante BMR-Studie soll künftig Aufschluss darüber geben, wie die Bindung an den heimischen Arbeitsmarkt verstärkt werden kann. Für die Fortführung von Studierendenbefragungen ist aufgrund des auslaufenden RuhrFutur-Programms Ende 2023 ein verstärktes Engagement der Hochschulen erforderlich.
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