Antwort der Verwaltung: Künftige Nutzung der Amprion-Bahnbrücke über den Hengsteysee
14/0725-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 17.10.2022
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) übernimmt in den Abstimmungsgesprächen zur künftigen Nutzung der Amprion-Bahnbrücke über den Hengsteysee eine moderierende Funktion. An den Gesprächen beteiligen sich neben den Unternehmen Amprion und RWE auch die Städte Hagen und Herdecke, der Ruhrverband, die IGA 2027 sowie die Stiftung Industriedenkmalpflege. Nach Angaben von RWE ist die Brücke für den Transport von Transformatoren künftig nicht mehr erforderlich, da stattdessen eine Anbindung mittels Schwerlast-LKW über die Straße vorgesehen ist. Ein Rückbau der Brücke und der Gleisanlagen zur Reduzierung der Unterhaltungskosten wird daher in Betracht gezogen.
Die Brücke dient derzeit als Teil des Ruhrtalradwegs für den Rad- und Fußverkehr, obwohl sie keine öffentliche Wegeführung darstellt. Die Städte Hagen und Herdecke sowie die IGA 2027 und die Stiftung Industriedenkmalpflege befürworten den Erhalt dieser Verbindung. Eine gleichzeitige Nutzung der Strecke durch Schienen-, Rad- und Fußverkehr gilt aufgrund der geringen Breite als unwahrscheinlich, da während des Schienenverkehrs eine Sperrung der Strecke erforderlich ist.
Eine Übernahme des Bauwerks durch den RVR ist nicht vorgesehen, da der Verband in diesem Bereich keine eigenen Liegenschaften oder Wegeführungen unterhält. Weitere Klärungsbedarfe bestehen hinsichtlich der Zuständigkeiten zwischen Amprion und RWE sowie der technischen Ergebnisse anstehender Brückenuntersuchungen. Die Städte Hagen und Herdecke beraten intern über die weiteren Schritte auf Basis der vorliegenden Unterlagen zur alternativen Straßenanbindung.
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