Antwort zur Anfrage Die Grünen Vernässung von Mooren
14/0949-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 22.02.2023 · Betriebsausschuss RVR Ruhr Grün
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat auf eine Fraktionsanfrage der Grünen zum Zustand und zur Wiedervernässung von Mooren im Bereich von RVR Ruhr Grün geantwortet. Derzeit befinden sich auf den Flächen des RVR keine intakten Moore. Es existieren jedoch verschiedene trockengelegte oder degradierte Niedermoorstandorte, an denen Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung durchgeführt werden.
In der Üfter Mark bei Dorsten wurden Entwässerungsgräbe bereits teilweise verschlossen; am Rhader Mühlenbach ist eine Umsetzung zur Wiedervernässung für das Jahr 2024 geplant. Weitere Standorte wie der Becklemer Busch in Recklinghausen, die Fläche „Die Burg“ in Marl sowie die Postwegmoore in Bottrop werden durch den Verschluss von Gräben oder die Entfernung von Sukzession bearbeitet. In Schermbeck wird auf Problematiken durch vorzeitiges Abtrocknen von Laichgewässern hingewiesen.
Eine Neuentwicklung von Mooren ist aufgrund der Bergsenkungen im Ruhrgebiet nur in sehr kleinflächigen Bereichen und über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten möglich. Für das gesamte Ruhrgebiet wurden etwa 3.500 Hektar torfhaltige Böden identifiziert. Die Revitalisierung dieser Flächen zielt primär darauf ab, die CO2-Emissionen durch die Unterbindung der Mineralisierung von Torf zu verringern. Zur Förderung der Biodiversität werden Erfahrungen aus Projekten zur Grünlandanreicherung genutzt, um die Entwicklung artenreicher Feuchtwiesen zu unterstützen. Für die genannten Maßnahmen ist keine zusätzliche Bereitstellung von Haushaltsmitteln erforderlich.
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