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Ausländerarbeitslosigkeit - Detailfragen zu DS 14-0876

14/1024-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 24.04.2023

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KI-Zusammenfassung

In der Antwort der Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel auf eine Fraktionsanfrage werden die Arbeitslosenzahlen unter ausländischer Staatsangehörigkeit in der Metropole Ruhr erläutert. Im Dezember 2022 waren dort 104.547 Ausländer:innen als arbeitslos gemeldet. Für einzelne Kreise liegen keine Daten zur Verteilung nach Nationalitäten vor. Die Arbeitslosenquoten variieren zwischen den Städten, wobei Gelsenkirchen mit 33,0 Prozent (Stand März 2023) den höchsten Wert aufweist, gefolgt von Essen (29,1 Prozent) und Duisburg (28,7 Prozent).

Die Antwort führt demografische Veränderungen als Ursache für den höheren Anteil ausländischer Arbeitsloser an der Gesamtbevölkerung an. Zwischen 2011 und 2021 stieg die Zahl der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in der Region um 60 Prozent an. Zudem wirkten sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Beschäftigungsverhältnisse von Geflüchteten und Migrant:innen aus. Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Arbeitslosenquote unter ausländischen Staatsangehörigen auf 26,7 Prozent im Februar 2023 war der Wechsel ukrainischer Geflüchteter von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II), was deren statistische Erfassung als arbeitslos zur Folge hat.

Als weitere Faktoren werden strukturelle Hürden wie befristete Beschäftigungsverhältnisse, Sprachbarrieren sowie die fehlende formale Anerkennung von Qualifikationen genannt. Zudem erschweren mangelnde Systemkenntnisse im Bereich des Arbeitsmarktes und der Bildung die Integration in qualifizierte Tätigkeiten.

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