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Antwort auf die Anfrage der AfD-Fraktion Raumordnungsverfahren Wasserstoffleitungen DoHa und DoMa

14/0615-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 27.05.2022 · Verbandsausschuss

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Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der AfD-Fraktion zum Raumordnungsverfahren für die Wasserstoffleitungen Dorsten-Hamm und Dorsten-Marl geantwortet. Die vollständigen Unterlagen des Vorhabenträgers wurden Anfang Mai 2022 eingereicht. Es werden zwei separate Verfahren durchgeführt, deren Einleitung Ende Mai 2022 in den Amtsblättern der Bezirksregierungen Düsseldorf, Münster und Arnsberg bekannt gegeben wurde. Das Beteiligungsverfahren begann am 30. Mai 2022. Über die Durchführung eines Erörterungstermins entscheidet die Regionalplanungsbehörde nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen.

Die Versorgung mit grünem Wasserstoff soll über eine Anlage in Lingen erfolgen, deren Kapazität durch RWE bis 2026 auf 300 MW ausgebaut werden soll. Für den industriellen Bedarf wurde seitens Thyssenkrupp Steel für den Standort Duisburg ein Bedarf zur Dekarbonisierung der Produktion bis 2026 angemeldet. Die Leitung Dorsten-Marl soll zudem Unternehmen im Chemiepark Marl sowie die BP Ruhroel Raffinerie in Gelsenkirchen versorgen.

Hinsichtlich der Infrastruktur werden vorrangig nicht mehr benötigte L-Gas-Leitungen umgenutzt, wodurch die Erdgasversorgungssicherheit nicht gefährdet ist. Der Regionalverband Ruhr stellt keine öffentlichen Mittel für den Bau der Netzinfrastruktur bereit. Die beteiligten Unternehmen haben jedoch Förderanträge im Rahmen des IPCEI-Programms beim Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Das Gesamtprojekt strebt bis zum Jahr 2030 ein CO2-Vermeidungspotenzial von bis zu 16 Millionen Tonnen an.

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