Antwort zur Anfrage der Fraktion Die Linke: Statistik des Verbandes zu Arbeitsmarktentwicklung
14/1378-1 · Fraktionsanfrage Antwort · 30.11.2023
▶ KI-Zusammenfassung
Die Antwort der Verwaltung auf die Fraktionsanfrage der Partei Die Linke erläutert die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Ruhrgebiet seit 1976. Im Jahr 2023 erreichte die Zahl der Beschäftigten mit rund 1,85 Millionen einen Höchststand, was einem Zuwachs von 2,7 Prozent gegenüber 1976 entspricht. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im selben Zeitraum ein Wachstum von 23,3 Prozent. Nach einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen um 15,8 Prozent zwischen 1976 und 2002 stieg die Zahl seit Einführung der Hartz-Gesetze im Jahr 2002 um 15,9 Prozent an.
Hinsichtlich der Geschlechterverteilung stieg der Anteil der Frauen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung von 40,8 Prozent im Jahr 1999 auf 46,1 Prozent im Jahr 2023. Der Zuwachs seit 1999 ist dabei zu 74,4 Prozent auf weibliche Beschäftigte zurückzuführen. Bei der Arbeitszeitgestaltung sank die Vollzeitbeschäftigung seit 1999 um 1,7 Prozent, während die Teilzeitbeschäftigung um 58,7 Prozent zunahm und im Jahr 2023 einen Anteil von 30,2 Prozent erreichte.
Die Daten belegen zudem einen strukturellen Wandel der Wirtschaftssektoren in der Metropole Ruhr. Während der Anteil der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe von 57,9 Prozent im Jahr 1976 auf 22,1 Prozent im Jahr 2022 sank, stieg der Anteil im Dienstleistungssektor von 41,1 Prozent im selben Zeitraum auf 77,7 Prozent an.
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