Antwort auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Demokratiebildung und Erinnerungskultur
✦ KI-Zusammenfassung
In einer Antwort auf eine Fraktionsanfrage der Bündnis 90/Die Grünen erläutert die Verwaltung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) den aktuellen Stand zur Demokratiebildung und Erinnerungskultur in der Region. Eine flächendeckende Erhebung über alle interkommunalen Projekte zur Erinnerungskultur liegt dem Verband derzeit nicht vor, da die Landschaft durch dezentrale Akteure wie Kommunen, Museen und Archive geprägt ist. Während der Schwerpunkt auf der Aufarbeitung der Nationalsozialismus-Verbrechen liegt, werden auch Themen wie Kolonialgeschichte und Migration behandelt.
Hinsichtlich der Finanzierung weist die Verwaltung darauf hin, dass eine Übersicht über gefährdete Projekte fehlt, betont jedoch, dass viele Angebote von befristeten Förderungen des Bundes, der Länder oder von Stiftungen abhängig sind, was insbesondere kleinere Träger vor Herausforderungen stellen kann.
Der RVR unterstützt diese Themenfelder indirekt durch verschiedene Aufgabenbereiche. Dazu gehören die Förderung der Jugendbeteiligung, das Projekt „Route Solidarität“, die Kulturkonferenz Ruhr sowie Bildungsangebote wie „Industriekultur trifft Schule“. Über das Netzwerk der Route Industriekultur werden zudem außerschulische Lernorte vernetzt. Ein eigenständiges Förderprogramm für Demokratiebildung existiert nicht, da die unmittelbare Projektförderung nicht zur Kernaufgabe des Verbandes gehört. Unterstützung erfolgt primär durch regionale Vernetzung, Wissenstransfer und die Sichtbarkeit von Angeboten innerhalb bestehender Strukturen.
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