Sachstandsbericht Klimaangepasstes Waldmanagement
✦ KI-Zusammenfassung
Die Berichtsvorlage 15/0513 des Betriebsausschusses RVR Ruhr Grün informiert über den aktuellen Sachstand zum klimaangepassten Waldmanagement. Gegenstand ist die Teilnahme am Programm der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), welches die Förderung des Waldumbaus sowie die Honorierung von Prozessschutzflächen ermöglicht. Die Bewirtschaftung der Flächen unterliegt zwölf Kriterien. Zu den wesentlichen Vorgaben gehören die Nutzung von mindestens fünf- oder siebenjähriger Verjüngung, der Vorrang der Naturverjüngung sowie ein Anteil standortheimischer Baumarten von über 50 Prozent. Für die kommenden zehn Jahre wurden zudem betriebliche Vorgaben zur Forsteinrichtung festgelegt. Im Bereich der Habitatbäume ist die Kennzeichnung von rund 70.000 Bäumen bis Ende September 2027 vorgesehen, wobei zum Stand Oktober 2026 bereits 13.000 Bäume erfasst wurden. Weitere Auflagen umfassen Abstände von 30 bis 40 Metern bei Rückegassen sowie der Verzicht auf Kahlschläge und chemische Mittel. Bei Kalamitäten muss mindestens ein Zehntel der Derbholzmasse als Tothholz verbleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen zur Wasserrückhaltung und der Förderung natürlicher Waldentwicklung. In der Sandbochumer Heide und im Naturschutzgebiet Burg wurden Gräben bereits verschlossen; für die Forstreviere Ost (Unna und Hamm) sind weitere Grabenverschlüsse im Jahr 202kommen geplant. Für Waldflächen über 100 Hektar ist die Ausweisung von 5 Prozent der Fläche als natürliche Waldentwicklung obligatorisch. Die betroffenen Flächen müssen mindestens 0,3 Hektar groß sein und für 20 Jahre aus der Nutzung genommen werden. Die bereits 2021 von der Verbandsversammlung beschlossenen Prozessschutzflächen erfüllen diese Kriterien. Es sind keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt oder die Bilanz ersichtlich. Ein durchgeführter Klima-Check ergab keine klimarelevanten Auswirkungen.
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Dokumente
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Beratungsfolge
- 13.11.2026anstehend
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